Hinter den Kulissen des BER
Was ein Flughafen zeigt, wenn er dich rein lässt
Berlin. Flughäfen sind Orte, die man kennt, ohne sie zu sehen. Man passiert sie, wartet, schaut auf Abflugtafeln. Was hinter den Sicherheitsschleusen liegt – nicht das Gate, sondern die operative Welt – bleibt fast immer verborgen.
Am Donnerstag, den 08. Mai 2026 öffnete der Berlin Brandenburg Airport (BER) genau diese Seite. Rund zwei Dutzend Fotografinnen und Fotografen erhielten Zugang zu Bereichen, die sonst ausschließlich dem Betrieb vorbehalten sind: Rollfeld, Kontrollturm, Sperrzonen.
Operative Zone
Nach der Sicherheitskontrolle führt der Weg nicht zum Gate, sondern tiefer hinein. Warnwesten, Funkgeräte, Bodenfahrzeuge. Der Flughafen wirkt hier anders – roh, funktional, ohne Kulisse.
Das Vorfeld ist ein eigener Kosmos. Triebwerke, Hitzeflimmern über dem Asphalt, die präzise Choreografie der Abfertigung. Was als Passagier unsichtbar bleibt, entfaltet sich hier in seiner ganzen Dimension – Kraft, Koordination, Geschwindigkeit.
Unter dem Tower
Direkt unter dem Kontrollturm zeigt der BER seine grafischste Seite. Klare Linien, harte Schatten, Flächen die reflektieren. Während oben der Flugverkehr koordiniert wird, herrscht unten eine fast eigenartige Stille.
Es war auch der Moment, in dem die unterschiedlichsten Kameras auf verschiedene Dinge zeigten. Manche auf die Maschinen selbst – Linien, Lackierungen, Take Offs. Wir fanden uns auf der Besucherterrasse wieder. Vollständig leer. Ein Ort für Hunderte, der Ankünfte und Abschiede kennt – in diesem Moment: still.
Wenn der Flughafen anhält
Der Tag neigte sich dem Ende zu. Der Himmel über Berlin überzogen mit dicken dunklen graublauen Wolken, irgendwo dazwischen kämpfte sich die Sonne zum Abschied in warmen goldenen und orange- bis tiefroten Farben durch. Für einen Moment drosselte sich der Rhythmus des Ortes. Die Klicks der Kameras wurden ruhiger. Das Licht weicher, die Schatten länger.
Orte, die von Bewegung leben, haben seltene Momente der Stille. Dieser war einer davon.
Dank
Der Abend war möglich durch das BER-Team @berlin_airport, die nicht nur den Zugang organisierten, sondern zeigten, wie viel Infrastruktur normalerweise unsichtbar bleibt. Besonderer Dank an Meike und Mina von @exploreberlinwithus,– für eine Community, in der solche Abende entstehen.
Der Abschluss: Adler & Bär by Casual Food GmbH @casualfoodgmbh Terminal 1. Drinks, German Tapas, Gespräche über Bilder, die noch in der Kamera lagen.@casualfoodgmbh
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